Digital Futures: Die SAP Academic Conference 2016 bringt Wissenschaft und Praxis an der Universität Potsdam zusammen

Internationale Wissenschaftler und Praktiker tagen in dieser Woche auf Einladung des Softwarekonzerns SAP mit einem hochkarätigen Programm am Campus Griebnitzsee die Digitale Transformation der Unternehmen und den Einfluss der Digitalisierung auf die Ausbildung von Studenten.

Eine besondere Beziehung verbindet den Standort Potsdam, das deutsche Softwareunternehmen SAP, Weltmarktführer für Unternehmenssoftware, und die Universität Potsdam. Seit 1998 bildet das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) hier Informatiker auf Weltniveau aus.

2011 siedelte die SAP ihr Innovationszentrum am Jungfernsee an, von dem aus auch das SAP Innovation Center Network mit weiteren Standorten in Europa, dem Silicon Valley, Israel, China und Australien geführt wird und dessen Kapazität erst im Juli deutlich erweitert wurde.

2015 kamen an der Universität selbst ein SAP-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und eine Juniorprofessur hinzu. Nun findet erstmals die SAP Academic Conference auf dem Campus Griebnitzsee statt.

Konferenzprogramm: Design Thinking aus Stanford, Machine learning mit der Singularity University, der Digital Boardroom aus Walldorf

Die Konferenz vom 5.-9. September verbindet ein hochkarätiges Konferenzprogramm und spannende Keynote Speaker mit dem Treffen der SAP University Alliances Community. Weltweit umfasst dieses Programm insgesamt mehr als 2500 Hochschulen in über 90 Ländern – die Konferenz in Potsdam adressiert insbesondere die Mitglieder in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika.

Das Programm startet am 5. September am HPI. Nach der Begrüßung durch den CEO, Professor Christoph Meinel und Dr. Bernd Welz, Head of Scale, Enablement, Transformation der SAP, stehen dabei die aktuellen Leittrends in Industrie und Gesellschaft im Mittelpunkt: Neben Wissenschaftlern und führenden Vertretern der SAP gehört auch Prof. Dr. Helge Braun, MdB und Staatsminister im Kanzleramt, zu den Vortragenden. Abends gibt es zweierlei Anlass zum Feiern: Das weltweit erste SAP University Competence Center an der Universität Magdeburg wird 15 Jahre alt und die Universität Kapstadt/Südafrika eröffnet im Rahmen der Initiative Enterprise Systems Education for Africa das erste eigene SAP-Kompetenzzentrum auf diesem Kontinent.

Am 6. September wird das Programm bei den Wirtschaftsinformatikern der Universität Potsdam fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Forschungsaktivitäten des SAP-Innovationszentrums in Potsdam, des HPI und des SAP-Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung. Prominente Gastvortragende sind Marjan Mohsenin von der Singularity University, einem auf "exponentielle" Technologien spezialisierten Think Tank aus dem Silicon Valley, und Professor Larry Leifer, Leiter des Design-Thinking-Programms der Stanford University.

"Eine spannende Konferenz", so Prof. Dr. Key Pousttchi, Gastgeber von Seiten der Potsdamer Wirtschaftsinformatik. "Wir erwarten allein aus Deutschland Teilnehmer von mehr als 100 Hochschulen." Er wird in seiner Keynote auf der Konferenz berichten, wie Smartphones und Big Data den Zugang zum Kunden verändern und wie sich die Strategien aus dem Silicon Valley auf die Marktmacht in traditionellen Branchen wie Einzelhandel, Banken oder Versicherungen auswirken werden.

An das zweitägige Haupt-Konferenzprogramm schließt sich ein dreitägiges Workshop-Programm an, bei dem vor allem die Vertiefung der Innovationsthemen und "Train the Trainer"-Sessions für die Studierendenausbildung im Mittelpunkt stehen. Auch abends kommen die Teilnehmer kaum zur Ruhe: Neben einem Abendevent im Filmpark Babelsberg, bei dem Vorträge zur Disruption der Medienbranche und anderer Industrien anstehen, können die Teilnehmer an den anderen Abenden das Innovation Center Potsdam und die SAP Labs Berlin besuchen und sich aus erster Hand über die dortigen Forschungs-, Entwicklungs- und Startup-Aktivitäten informieren. "Bei uns ist immer dichtes Programm", so Pousttchi.

Uni Potsdam: Neuer Master-Studiengang "Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation"


Auch bei den Studiengängen für ihre eigenen Studenten verschenken die Potsdamer Wirtschaftsinformatiker keine Zeit: Nachdem in der Informatik das Hasso-Plattner-Institut seit vielen Jahren Spitzenplätze in den Rankings einfährt, heben sie derzeit mit Hilfe der beiden SAP-Stiftungsprofessuren den ersten Master-Studiengang für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation an einer deutschen Universität aus der Taufe. Der Kern des Studienprogramms besteht dabei aus tiefgehenden Veranstaltungen rund um Industrie 4.0, Mobile und Digital Business, Digital Government, Social Media, Data Science sowie Wissensmanagement und Wandlungsfähigkeit von Unternehmen. Darüber hinaus wird die Studienordnung aber auch viel Freiheit für eigene Schwerpunktsetzungen lassen. Der Start ist zum Wintersemester 2017 geplant.

Und durch die Zusammenarbeit zwischen den Informatikern des HPI und den Wirtschaftsinformatikern können geeignete Studierende auch Lehrveranstaltungen der jeweils anderen Fakultät besuchen. Denn sowohl Strategien und Geschäftsmodelle der Digitalisierung als auch die Entwicklung komplexer Softwaresysteme gehören zu den Schlüsselkompetenzen, die die deutsche Wirtschaft händeringend sucht. In Potsdam werden sie ausgebildet. Ein Grund mehr für Firmen wie die SAP, sich am Standort zu engagieren.

 

Weiterführende Informationen